Wer eine Immobilie kauft, muss bei der Finanzierung immer auch die Nebenkosten im Blick behalten, denn sie schlagen in nicht unerheblicher Höhe zu Buche.
Wir erklären Ihnen, mit welchen Nebenkosten Sie beim Immobilienkauf rechnen müssen und wann diese an wen zahlbar sind.

Diese Kaufnebenkosten fallen beim Kauf einer Immobilie an

Beim Immobilienkauf fallen immer auch die sogenannten Kaufnebenkosten an.
Sie setzen sich zusammen aus:

  • der Grunderwerbssteuer
  • den Notargebühren
  • den Kosten für die Grundbucheintragung

Diese Kosten sind in Deutschland beim Kauf einer Immobilie unvermeidbar, denn sie beruhen auf gesetzlich vorgeschriebenen Regelungen. Allein bei der Grunderwerbssteuer gibt es ein paar Ausnahmen, die aber beim normalen Immobilienkauf nicht zum Tragen kommen.
Zusätzlich ist am Immobilienkauf meist auch noch ein Makler beteiligt und auch er muss vom Immobilienkäufer bezahlt werden.

In der Regel machen die Kaufnebenkosten in etwa 10 bis 15 % des Kaufpreises aus. Bei der Finanzierung gehen die Banken bei einer herkömmlichen 80 % Finanzierung üblicherweise davon aus, dass die Kaufnebenkosten zusätzlich zu den 20 % Eigenkapital aus eigener Kraft gezahlt werden und nicht über die Finanzierung laufen.
Die Kaufnebenkosten müssen daher immer auf das Eigenkapital aufgeschlagen werden, das sich so schnell von 20 auf 30 bis 35 % erhöht und anhand dieser Zahlen wird deutlich, warum man diese Kosten in der Planung nicht vernachlässigen darf.

Die Notargebühren

Die Abwicklung über einen Notar ist beim Immobilienkauf in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Die Kosten trägt in aller Regel der Immobilienkäufer und sie betragen etwa 1 % bis 1,5 % des Kaufpreises der Immobilie.
Die Notarkosten müssen nach Abschluss des Immobilienkaufs direkt an den Notar gezahlt werden.

Die Grunderwerbssteuer

Auch die Pflicht zur Entrichtung einer Grunderwerbssteuer ist in Deutschland gesetzlich festgelegt.
Es gibt nur sehr wenige Ausnahmen von dieser Regelung und zwar muss keine Grunderwerbssteuer gezahlt werden, wenn

  • der Kaufpreis des Grundstücks unter 2.500 € liegt
  • der Grundstückserwerb durch eine Schenkung erfolgt
  • der Grundstückserwerb durch ein Erbe erfolgt
  • der Grundstücksverkauf an Verwandte ersten Grades stattfindet.

Bei einem normalen Immobilienkauf finden diese Ausnahmeregelungen jedoch eher keine Anwendung und so wird meist eine Grunderwerbssteuer fällig.

Ihre Höhe richtet sich nach dem Bundesland, in dem sich das erworbene Grundstück befindet.
Sachsen ist gemeinsam mit Bayern das Bundesland mit der niedrigsten Grunderwerbssteuer, hier werden 3,5 % des Kaufpreises fällig.

In anderen Bundesländern liegt die Grunderwerbssteuer deutlich höher, so werden in Hamburg bereits 4 % fällig und in Baden-Württemberg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt müssen 5 % gezahlt werden. In Berlin und Hessen müssen Grundstückskäufer 6 % Grunderwerbssteuer zahlen und die höchsten Steuern fallen mit 6,5 % in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen an.
So kommen in den unterschiedlichen Bundesländern sehr unterschiedliche Beträge zusammen, so zahlt man beispielsweise für eine Immobilie mit einem Kaufpreis von 250.000 € in Sachsen nur 8.750 € Grunderwerbssteuer, während in Thüringen 16.250 € fällig werden.

Die Grunderwerbssteuer muss etwa sechs bis acht Wochen nach der Beurkundung des Immobilienkaufs gezahlt werden. Geht der Bescheid ein, hat der Immobilienkäufer genau einen Monat Zeit, die Steuer an das zuständige Finanzamt zu zahlen.

Der Grundbucheintrag

Der Eigentümerwechsel einer Immobilie muss ins Grundbuch eingetragen werden und auch diese Eintragung kostet Geld.
Die Kosten dafür sind regional unterschiedlich, sie liegen jedoch meist bei etwa 1,5 % des Kaufpreises. Genaue Auskunft können das zuständige Grundbuchamt oder der Notar geben. Er kümmert sich meist auch darum, dass die Eintragung im Grundbuch stattfindet.
Die Kosten werden etwa vier bis sechs Wochen nach dem Immobilienkauf fällig und sie sind innerhalb von zwei Wochen an den Notar oder das Grundbuchamt zu zahlen.

Die Maklerprovision

Bei den meisten Immobilienkäufen ist ein Makler involviert. seine Provision wird ebenfalls vom Käufer getragen und sie beträgt zwischen 3 und 7 %.
Fällig wird die Maklerprovision mit der Unterzeichnung des Kaufvertrags. Sie ist direkt an den Makler zu zahlen.

 

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