Der letzte Schritt beim Immobilienkauf oder -verkauf ist die Übergabe der Immobilie vom Verkäufer an den Käufer. Damit bei diesem letzten Schritt nichts schiefgeht, erhalten Sie einige Tipps.

Der Zeitpunkt der Übergabe

Der Zeitpunkt der vereinbarten Immobilienübergabe wird in aller Regel im Kaufvertrag geregelt. Üblicherweise wird dort ebenfalls festgehalten, dass vor der Übergabe der komplette Kaufpreis zu zahlen ist. Abweichende Vereinbarungen können zwischen Käufer und Verkäufer natürlich getroffen werden, sie sollten aber genauestens im Kaufvertrag geregelt werden. Ist die Zahlung erfolgt, wird der Käufer als neuer Eigentümer im Grundbuch eingetragen. Darum kümmert sich der Notar und der Käufer ist mit diesem Schritt offiziell Eigentümer der Immobilie. Dieser Zeitpunkt wird üblicherweise für die Übergabe der Immobilie gewählt.

Das Übergabe-Protokoll

Bei der Übergabe der Immobilienübergabe sollte ein Übergabe Protokoll geführt werden. So lässt sich am besten vermeiden, dass es im Nachhinein zu Streitigkeiten und Auseinandersetzungen kommt. Je detaillierter dieses Protokoll geführt wird, desto besser schützt es beide Parteien im Zweifelsfall vor Unstimmigkeiten. Auf jeden Fall aufgeführt werden sollten die Zählerstände für Wasser, Strom und Gas sowie gegebenenfalls der Füllstand von Öl- oder Flüssiggastanks. Hier können auch Fotos hilfreich sein.
Käufer und Verkäufer sollten die Immobilie und das Grundstück gemeinsam  begehen und sicherstellen, dass alles seine Richtigkeit hat. Wurde im Kaufvertrag die Übernahme beweglicher Gegenstände, wie beispielsweise Möbelstücke, Einbauküche oder Gartengeräte vereinbart, sollte von beiden Parteien geprüft werden, ob alle relevanten Gegenstände vorhanden sind. Wurde im Kaufvertrag ein bestimmter Zustand vereinbart, in dem die Immobilie übergeben werden soll, wie beispielsweise besenrein oder unmöbliert, sollte sich der Käufer davon überzeugen.
Wurde mit dem Verkäufer vereinbart, dass er sich vor der Übergabe noch um bestimmte Dinge kümmert, wie beispielsweise die Entsorgung von Sperrmüll, sollte auch dies geprüft werden. Der Verkäufer sollte den Käufer bei der Übergabe auf die Lage von Telefon-, Fernseh- und Internetanschlüssen aufmerksam machen, ihm zeigen, wo die Haupthähne für Gas und Wasser zu finden sind und ihm erklären, wie die Heizungsanlage funktioniert.

Mängel an der Immobilie

Verläuft bei der Übergabe alles gut, sind beide Parteien zufrieden und der Kauf ist zu einem guten Abschluss gekommen. Was aber soll man tun, wenn sich bei der Übergabe auf einmal Mängel zeigen, die bei den vorherigen Besichtigungen nicht vorhanden oder nicht erkennbar waren? Bei Bestandsimmobilien ist in aller Regel die Sachmängelhaftung ausgeschlossen, das bedeutet, der Käufer erwirbt die Immobilie nach dem Prinzip “gekauft wie gesehen”. Allerdings trägt in der Zeitspanne zwischen Notartermin und Übergabe der Verkäufer die Gefahr einer zufälligen Verschlechterung. Das heißt, tritt in dieser Zeit ein Schaden an der Immobilie auf, der vorher nicht abzusehen war, geht dieser Schaden zu Lasten des Verkäufers.
Der Verkäufer hat, den Schaden zu beseitigen, alternativ kann auch der Kaufpreis entsprechend gemindert werden.

Wichtige Dokumente

Bei der Übergabe der Immobilie ist es auch an der Zeit, alle zum Haus zugehörigen Dokumente an den neuen Eigentümer zu übergeben. Alle Bauzeichnungen und -beschreibungen sowie statische Unterlagen, die das Haus betreffen, müssen dem neuen Eigentümer ausgehändigt werden. Des Weiteren sollte der Verkäufer dem Käufer den Energieausweis, die Abnahmeprotokolle der Heizung sowie Garantiebelege, Rechnungen, Lieferbescheinigungen und Betriebsanleitungen für alle in der Immobilie befindlichen Geräte aushändigen. Auch Handwerkerrechnungen über Arbeiten, die an der Immobilie ausgeführt wurden, sollten übergeben werden. Sind im Laufe der Jahre Dokumente verloren gegangen, müssen diese durch den Verkäufer nicht neu beschafft werden, Generell sollte er alle die Immobilie betreffenden Unterlagen an den neuen Besitzer geben.

Was ist zu beachten? Übergeben Sie erst die Immobilie, wenn Sie den Kaufpreis erhalten haben oder wenn der Kaufpreis auf einem Notaranderkonto hinterlegt wurde.

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