Die Traumimmobilie ist gefunden. Jetzt muss der Kaufvertrag unterzeichnet werden. Doch Vorsicht! Ein Immobilienkaufvertrag ist ein kompliziertes Dokument und egal, ob Sie eine Immobilie verkaufen oder kaufen, Sie sollten ihn niemals unterzeichnen, ohne jede Einzelheit des Vertrags verstanden zu haben.

Die Rolle des Notars

Ein Immobilienkaufvertrag kann nur mit der Hilfe eines Notars zustande kommen und unterzeichnet werden. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und ohne Notar geht beim Immobilienkauf nichts.

Aufgabe des Notars ist es, einen juristisch korrekten Kaufvertrag aufzusetzen, der alle Vereinbarungen der Parteien enthält. Diese Vereinbarungen werden dem Notar im Vorfeld mitgeteilt.
Folgende Fragen kommen dabei unter anderem zur Sprache:

  • Welche Sachmängel bringt die Immobilie mit?
  • Welche im Haus befindlichen Gegenstände übernimmt der Käufer?
  • Bestehen Grundbuchlasten?
  • Welche Modalitäten wurden für die Zahlung und die Übergabe vereinbart?
  • Wird ein Kredit zum Kauf aufgenommen?
  • Wird eine Grundschult aufgenommen?

Käufer und Verkäufer informieren den Notar detailliert über alle Absprachen, damit der Notar sie im Kaufvertrag vereinbart.

Hat der Notar den Vertrag gemäß der Angaben von Käufer und Verkäufer aufgesetzt, wird dieser vom Käufer und Verkäufer geprüft. Fragen hierzu, beantwortet der Notar oder Makler.

Das ist die Aufgabe des Notars und ganz gleich, welche Partei ihn beauftragt und bezahlt, muss er beide Parteien neutral und gleichberechtigt aufklären. Ob diese Besprechung des Vorvertrags eine halbe Stunde oder fünf Stunden dauert ist preislich übrigens egal, denn der Notar wird pauschal und nicht nach Aufwand bezahlt. Werden bei diesen Termin Unklarheiten im Vorvertrag gefunden oder sollen Änderungen vorgenommen werden, haben die Parteien die Gelegenheit, dies dem Notar mitzuteilen und er wird einen entsprechenden abschließenden Vertrag vorbereiten.

Bei der Beurkundung bekommt jede Partei ein Exemplar des Kaufvertrags ausgehändigt und der Notar verliest den Kaufvertrag in voller Länge. Verfolgen Sie hier unbedingt jeden einzelnen Satz, denn jetzt ist die letzte Gelegenheit, Änderungswünsche zu äußern. Diese werden handschriftlich vom Notar am Rand seines Exemplars vermerkt und später archiviert. Im abschließenden Vertrag für Käufer und Verkäufer werden die Änderungen in den Vertragstext eingearbeitet. Wird der Vertrag von beiden Parteien akzeptiert, wird er von ihnen und vom Notar unterzeichnet. Damit gibt es kein Zurück mehr. Was nun im Vertrag steht gilt und deshalb ist es so wichtig, den Vertrag vorher gründlich zu prüfen.

Wichtige Angaben, die im Kaufvertrag nicht fehlen dürfen

Die folgenden Angaben dürfen in einem Kaufvertrag nicht fehlen, wenn Sie eine Immobilie verkaufen:

  • Die Allgemeinen Daten der Immobilie wie Baujahr, Größe, Lage etc
  • Vereinbarter Kaufpreis
  • Namen und Adressen von Käufer und Verkäufer
  • Im Kaufpreis eingeschlossene bewegliche Gegenstände
  • Bekannte Mängel
  • Vereinbarung über die Zahlungsmodalitäten
  • Der Zeitpunkt der Schlüsselübergabe, inklusive des Übergangs von Nutzen und Lasten
  • Der Zeitpunkt des wirtschaftlichen Übergangs

Aufgabe des Notars ist, all diese Details, gemäß der Absprachen der Parteien im Kaufvertrag zu verankern.

Weitere Aufgaben des Notars

Des Weiteren sollte der Notar eine Auflassungsvormerkung beim Grundbuchamt vornehmen lassen. Sie garantiert dem Käufer noch vor der Eintragung ins Grundbuch, den Anspruch auf den vertraglich vereinbarten Erwerb der Immobilie. Mit der Eintragung ins Grundbuch wird sie gegenstandslos und wird daher gelöscht. Eine weitere wichtige Aufgabe des Notars bei der Kreditfinanzierung einer Immobilie ist, das Aufsetzen einer Finanzierungsvollmacht. Mit diesem Dokument erteilt der Verkäufer dem Käufer eine Vollmacht über die Belastung der Immobilie. Die Bank kann die Immobilie nun als Sicherheit eintragen und dem Käufer den Kredit auszahlen, aus dem wiederum der Kaufpreis an den Verkäufer überwiesen wird.

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